• Automontage im Revoz-Werk

Branchen



Automobilindustrie

KERNZAHLEN 2016

Anzahl der Unternehmen: 278

Mitarbeiterzahl: 14.207

Einkommen (in EUR): 3,3 Milliarden

Export (in EUR): 2,9 Milliarden

Hauptexportmärkte: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kroatien, Mexiko, Österreich, Spanien, Ungarn, USA, Türkei

 

Quelle: AJPES, 2017

Kernprodukte:

  • Sitze und Sitzkomponenten
  • Komponenten und Materialen für die Innenausstattung
  • Komponenten für Fahrzeugkarrosserien
  • Komponenten für Bremssysteme
  • Mechanische Komponenten für Motoren
  • Elektrische/elektronische Komponenten für Motoren
  • Andere elektrische/elektronische Komponenten
  • Lenksystemkomponenten
  • Fahrantriebskomponenten
  • Andere Systeme und Komponenten
  • Punktschweiß-/Schweißbügelausstattung
  • Werkzeuge für die Automobilindustrie
  • F&E

Qualifiziertes Humankapital


Umweltfreundliche Technik und Ingenieurkunst gehört zu den am besten rezessionsresistenten Industriezweigen und die Automobilhersteller stehen dabei dem Abwärtstrend am stabilsten gegenüber. Durch die Entwicklung von Komponenten, die den CO2-Ausstoß reduzieren, den Verbrauch der Fahrzeuge senken und die Sicherheit erhöhen, spielten die Zulieferbetriebe bei der Überwindung der Krise eine große Rolle. Die Produktionsanlagen der Automobilhersteller erreichen durch das Recyceln und die Wiederaufbereitung des gesamten Abfalls der Produktionsanlage einen „Null-Mülldeponie“ Status. Es braucht hohe Ingenieurskunst und Talent um sich innovative Lösungen einfallen zu lassen und slowenische Unternehmen kooperieren mit den Universitäten, um ihre Leistung in Forschung und Innovation voran zu treiben.

Geschätzte Brutto-Lohnkosten pro Jahr in der Automobilindustrie für 2016 (in €)

Estimated gross annual labour costs in automotive industry
Source: Adecco & own calculations, 2015

Sloweniens Automobilsektor beschäftigt 16.000 Leute in 250 Unternehmen. Die Anzahl der hochqualifizierten Beschäftigten, die direkt und indirekt für die Auto- und Lkw-Hersteller arbeiten, liegt bei 150.000. Ungefähr 14.000 Studenten sind in Diplomstudiengänge in Maschinenbaukunde, Elektromechanik und Elektrotechnik eingeschrieben. Die Anzahl der Auszubildenden in Fachschulen für Automobilindustrie und verwandte Branchen betrögt knapp 6.000. Es ist die Qualität der fleißigen und kreativen Slowenen, die die hohen fachlichen und technischen Standards, Prozess- und Finanzkontrolle, Managementsysteme und Kundenzufriedenheit gewährleistet. Die Kenntnis von Fremdsprachen und gute zwischenmenschliche Fähigkeiten sind ein wichtihes Wirtschaftsgut in einer Industrie, in der es nur die Besten schaffen, als Zuliefererbetrieb für Originalhersteller akzeptiert zu werden. 

 

Der slowenische Preis der Silbergazelle 2010 für das am schnellsten wachsende Unternehmen ging an KLS, einen Hersteller von Anlasserzahnkränzen und Masseringen für Schwungräder, während der Preis für ausländische Investitionen 2010 für Unternehmen im ausländischen Besitz in Slowenien an Hella Saturnus Slovenija, Leuchten und Elektronik für die Automobilindustrie ging, für die Bewältigung der Krise in der Automobilindustrie, sowie an Carthago d.o.o., einen Hersteller von Wohnmobilen, für herausragende Geschäftsresultate und die Investition in eine neues Werk in der Region.

 

Mehrwert pro Mitarbeiter, 2014

Unternehmen

Mehrwert pro Mitarbeiter
(in €)

KLS Ljubno93.642
TAB66.899
Adria Mobil58.800
Revoz58.434
Starkom58.019
Akrapovic52.679
Hidria AET46.709
GKN Driveline Slovenija46.288
Hella Saturnus Slovenija45.153
Sogefi Filtration42.140
odelo Slovenija37.572
Mahle Letrika35.569

Quelle: Bisnode, 2015


Qualitätsverbindung zu den Märkten der Region


Die Auslagerung von technischen Aufgaben erlaubt Fahrzeugherstellern mit der Entwicklung verbundene Kosten zu reduzieren. Die slowenischen Automobilzulieferer und technischen Betriebe haben dabei den Ruf eines zuverlässigen Partners. Sie können mit Kalkulationen und Simulationsarbeit umgehen, genauso wie mit elektrischen und elektronischen Entwicklungsaufgaben, aber auch mit einzelnen technischen Gestaltungsaufgaben, wie die Konstruktion von Arbeitsmustern und Prototypen. Da Sicherheits- und Umweltschutzanforderungen immer strenger werden, werden Fahrzeuge zunehmend elektronisch kontrolliert. Viele führende Unternehmen in der Automobilindustrie haben betriebliche Partnerschaften mit slowenischen Firmen in der elektronischer Kontrolleinheit (EKE) des Entwicklungsgebietes gegründet: Softwareverschlüsselung, Hardwaredesign, die Gestaltung und das Testen gesamter Baugruppen sowie andere elektrische Integrationsaufgaben wie CAD Modelbau werden nach Slowenien ausgelagert.
 
Sloweniens Automobilindustrie erwirtschaftet ein Zehntel des Landes BIP und zählt für 12,5% aller Exporte. Sloweniens Unternehmen erfüllen alle Umwelt- und Sicherheitsanforderungen der EU und sind Zulieferer für die international führenden Unternehmen der Industrie.  Die deutschen Fahrzeughersteller Audi, BMW, Daimler, VW sowie auch MAN und Ford in Deutschland machen etwa 40% der Autozubehörexport aus, gefolgt von Frankreich, Italien, Österreich, Großbritannien und den USA. Die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge, die von den Montagestraßen bei Renault, PSA, Brosse; Lombardini, Landini, Fiat und Magna Steyr rollen, ist auch der Verdienst der slowenischen Zulieferbetriebe. 
 
Seit Cimos die Fertigung  von Fahrzeugen der Marke Citroen in Koper eingestellt hat, ist das zur französischen Renaultgruppe gehörende Unternehmen Revoz Sloweniens einziger Fahrzeughersteller und die Nummer eins unter den slowenischen Exporteuren mit einem Anteil von 3,6% auf dem globalen Markt. Die von Revoz Novo mesto gefertigten Fahrzeuge sind für ihre kompromisslose Qualität bekannt, was ihnen zusammen mit der Werksproduktivität  einen hohen Rang innerhalb der Renault-Fahrzeuge verschafft.

Angezogen von der Nähe zu den aufstrebenden regionalen Märkten, den engen Verbindungen der einheimischen Manager, Ingenieure und anderer Fachkräfte zu ihren Kollegen auf dem Westbalkan, verlagern viele internationale Unternehmen ihre regionalen Verwaltungssitze nach Slowenien. Denn diese Fachkräfte beherrschen die Sprache, sind mit der Gesetzgebung vertraut, besitzen Ortskenntnisse und, was wohl am wichtigsten ist, es gibt für sie keine kulturellen Barrieren.

Productivity in Industry, 2016
Source: IMD - World Competitiveness Yearbook, 2017

Produktivität in der Industrie, 2014
BIP (PPP) pro Mitarbeiter in der Industrie (in €)

Qualitativ hochwertige Infrastruktur


Die Infrastruktur der Regierung ist ein wichtiger Faktor sowohl für den Zulauf wie auch für den Austritt von ausländischen Direktinvestitionen. Die Infrastruktur der Regierung zieht nicht nur ausländische Direktinvestitionen an, die geeigneten Voraussetzungen können auch die Schaffung von einheimischen multinationalen Unternehmen fördern, die im Ausland investieren. Die größten Gewinne aus der verbesserten Infrastruktur der Regierung scheinen sich für kleine Industrieländer zu ergeben – der Nutzen weiterer Verbesserungen ist für Länder, die bereits eine gute Regierungsführung haben, geringer.
 
Sloweniens Maschinen- und verarbeitende Industrie sowie ihre Partner in den Forschungs- und Entwicklungsinstitutionen haben eine lange Tradition bei der Belieferung anspruchsvoller ausländischer Kunden und wenden Konzepte an wie fehlerfrei Produktion (zero defect), die Sechs-Sigma-Methode, schlanke Produktion, ständige Verbesserung (perpetual improvement), usw. Der Ruf einer Marke hängt von Innovativität und Qualität ab. Die Erfüllung der anerkannten Fahrzeugstandards, verbunden mit einem hohen wirtschaftlichen Standard und Effizienz bei der Geschäftsführung sind Merkmale, die durch ein hohes Maß an Kooperation zwischen dem Automobil-Cluster Slowenien (ACS) und den Universitäten auf der einen Seite und erfolgreichen einheimischen und ausländischen Unternehmen in der Industrie auf der anderen Seite erzielt wurden.

Innovationszentren, Institute für Materialien und Technologien, Wissensakademien – das sind moderne Bausteine für slowenische Unternehmen, die mit einer Bewertung der technischen Machbarkeit von neuen Ideen und Technologien beginnen, bis hin zur Massenentwicklung und Produktion. Das Engagement von Hidria, einem global führenden Unternehmen bei der Fertigung und Entwicklung einer Vielzahl von Subsystemen und Bauteilen für die Entwicklung von innovativen Technologielösungen und Produkten für die Automobilindustrie sowie die Branche Heizung, Lüftung, Klima, wird eindrucksvoll durch die Konstruktion der dritten Forschungs- und Entwicklungsanlage in Spodnja Idrija mit einem Wert von 7,4 Millionen EUR illustriert, die durch den Europäischen Regionalen Entwicklungsfonds kofinanziert wurde. Als Teil des Technologieparks IN PRIME wird sich Hidrias neue Forschungs- und Entwicklungsanlage auf die effiziente Nutzung von alternativen Energiequellen, die Entwicklung von Lösungen für Hybrid- und Elektroautos sowie die Nutzung der Vorteile der modernen Nanotechnologien und Nanomaterialien konzentrieren.



Führende slowenische und ausländische Unternehmen

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