Logistik & Distribution

Industriehafen von Koper

Zitat

»Slowenien bestätigt täglich das Versprechen, dass das Land ein ausgezeichneter Standort ist mit einer sehr gut ausgebauten Transportinfrastruktur die den schnellen Zugang zu anderen Märkten in Europa ermöglicht. Da Verkehrsstaus nur sehr selten auftreten, sind sonntägliche Ausflüge zu interessanten Orten oder an die Küste nur ein Katzensprung.«

Johannes Hödelmayr, CEO

Hödlmayr International AG

09/04/13

Kernzahlen 2012

Anzahl der Unternehmen: 2.527

Mitarbeiterzahl: 22.400

Einkommen (in EUR): 3,6 Milliarden

Export (in EUR): 1,6 Milliarde

Quelle: AJPES, 2013  

 

Kerndienstleistungen:  

  • Frachtversand und -verschiffung,
  • Güterumschlag,
  • Lagerung,
  • Betrieb von Frachtterminals
  • zusätzliche Dienstleistungen  

Qualitativ hochwertige Infrastruktur

Sloweniens gut entwickelte Transportinfrastruktur fördert durch die Verbesserung der Mobilität und die auf Distribution und Lagerung ausgerichteten Logistikknotenpunkte das Wirtschaftswachstum. Um den Verkehrsfluss zu erhöhen und die Mobilität zu verbessern, sind Investitionen in die Entwicklung des multimodalen Transportwesens und die Modernisierung der bestehenden Infrastruktur eine Priorität, für die auch Kofinanzierungen aus den EU-Kohäsionsfunds für Projekte, die die territoriale Kohäsion zwischen den Mitgliedsstaaten verbessern, bereit gestellt werden. 

 

Die Autobahndichte in Slowenien liegt über dem EU-27 Durchschnitt und innerhalb von ein oder zwei Tagen kann Slowenien leicht von überall in Europa mit dem Auto oder Lastkraftwagen erreicht werden. Im Moment gibt es über 650 km gut gewartete Autobahnen und über 1.000 km Fernverkehrsstraßen. Die Beendigung des erweiterten Autobahnnetzes ist für 2020 geplant.

 

Mehrwert pro Mitarbeiter, 2011

Unternehmen 

 Mehrwert pro Mitarbeiter

(in €)

Luka Koper (Port of Koper)

101.396

BTC

75.573

Frikus

68.825

Aerodrom Ljubljana

64.158

Schenker

61.635

Intereuropa

53.662

Cargo-partner

40.675

Adria Airways

37.263

DSV Transport

35.458

Slovenian railways (Slovenske železnice)

35.038

Eurotek

30.374

Quelle: Bisnode, 2012

 

Auch der Schienenverkehr gewinnt wieder an Bedeutung, die Modernisierung der Infrastruktur gehört zu den nationalen Prioritäten. Der Frachtverkehr ist gut entwickelt und die Bahnverbindung zwischen der Adria und den Binnenländern Mittel- und Osteuropas (MOE) bietet zahlreiche Möglichkeiten. Sowohl der Fracht- als auch der Passagierverkehr mit Südosteuropa befinden sich im Wachstum. Der regionale Betreiber des Schienenverkehrs ist: der nationale Bahnbetreiber Slowenische Bahn (SZ) führt Dienstleistung sowohl für den Passagier- wie auch den Frachttransport durch und betreibt das Schienennetz einschließlich von 60.000 m2 Lagerhauskapazitäten.

 

Eine Verschiffung aus Asien zum Hafen von Koper, Sloweniens einzigem Tiefwasserhafen, bedeutet einen Zeitgewinn von bis zu zehn Tagen für Frachtschiffe, die für die nordeuropäischen Häfen bestimmt sind. Die gesamte maritime Durchflussleistung überstieg 17,1 Millionen Tonnen und lag etwa 590.000 TEUR Ende 2011. Die Hafenanlagen umfassen 11 moderne und voll ausgestattete Spezialterminals, Innen- und Außenlagerräume für allgemeine Fracht sowie nach Kundenwünschen gebaute Lagergebäude. Besondere Vorzüge bietet die 2,8 km2 große Wirtschaftszone des Hafens mit 323.000 m2 überdachter Lagerfläche und etwas weniger als 1 Million m2 Freiluftlagerung. Das Gesamtkonzept sieht die Expansion der Verlängerung der Molen 1 und 2 vor sowie den Bau einer neuen Mole und eines modernen Passagierterminals sowie einen neuen Autoparkplatz.

 

Ljubljanas internationaler Flughafen für Passagiere und Fracht befindet sich 25 km von Sloweniens Hauptstadt entfernt. Verschiedene Fluglinien betreiben Linienflüge zu allen wichtigen europäischen Zielflughäfen. Der Flughafen wurde kürzlich renoviert, seine Infrastruktur erweitert und das Frachtterminal modernisiert. Es gibt einen Entwurf für Aeropolis Ljubljana, ein Logistikzentrum und ein gemischt genutztes Entwicklungsgelände auf 80 ha mit einem 4-Sterne-Hotel und Bahnverbindung. Der Flughafen Maribor wickelt hauptsächlich Frachttransport ab, nur kleine Flugzeuge können den Flughafen Portorož nutzen, für den Investitionen und eine Erweiterung noch ausstehen. Adria Airways, das regionale Mitglied bei Star Alliance, blickt auf 50 Jahre Erfahrung als national Fluglinie zurück und verfügt über eine modern Flugzeugflotte.

 

Produktivität von Dienstleistungen, 2011

BIP (PPP) pro Mitarbeiter (in €)

Quelle: IMD - World Competitiveness Yearbook, 2012

Qualifizierte Wirtschaftsverbindungen insbesondere mit SO Europa

Sloweniens strategisch gute geopolitische Position und ein Jahrzehnte währender Handel mit den Ländern Mittel- und Südosteuropas machen das Land zur besten Wahl für die Distribution von Waren zu den 500 Millionen Konsumenten starken Markt der EU und zu den aufstrebenden Märkten Ost- und Südosteuropas. Persönliche Verbindungen zu Schlüsselpersonen, das Bekanntsein mit der Geschäftskultur und insbesondere das Beherrschen der auf dem Westbalkan gesprochenen Sprachen sind ein wichtiger Geschäftsfaktor, wenn es zu Strategien für eine zeit- und kosteneffektive Zulieferungskette kommt. 

 

Zwei Transportrouten kreuzen sich auf dem Gebiet Sloweniens: die paneuropäischen Transportkorridore, die Ost und West (Korridor V) sowie Nord und Süd (Korridor X) verbinden. Eine Reihe von Logistikparks, die in der Nähe von Autobahnen, Zugverbindungen, von Einrichtungen für den kombinierten Verkehr und von Frachtflughafen entstanden sind, unterstützen die nationale und regionale Distribution, aber weitere Investitionen in die Transportinfrastruktur sind notwendig, um eine Logistikplattform zu werden, von der aus Mittel- und Südosteuropa (MSOE) aus bedient werden kann. Viele slowenische Transport und Logistikunternehmen haben ihre Geschäftstätigkeiten auf die Länder MSOE ausgedehnt, in denen Slowenien einer der wichtigsten ausländischen Investoren ist. 

 

Slowenien bietet jederzeit verfügbare Industriegrundstücke zur Miete oder zur Bebauung und Vermietung für Distributions-, Lagerungs- , Produktions- , Büro- und Einzelhandelzwecke. Der einzige Tiefwasser-Frachthafen befindet sich in Koper, der drittgrößten Stadt in Slowenien und der größten Stadt an der Adriaküste. Mit ihrer Transport- und Logistikinfrastruktur verfügt die Region über alle Merkmale einer der besten Investitionsstandorte in der Nordadriaregion, die weithin als eine der wirtschaftlich stärksten Regionen in Europa zählt. 

 

Der Hafen von Koper bietet zum europäischen Festland und insbesondere zu den Binnenländern Zentraleuropas einen Zugang von unvergleichlicher Lage, um Waren über den Seeweg zu empfangen oder zu versenden. Der Hafen kann eine Reihe von Anlagen für das prosperierende Containergeschäft, das Automobil- und Massenwarengeschäft vorweisen. Er stellt die kürzeste Verbindung für Transporte in den Mittelmeerraum sowie in den Mittleren und den Nahen Osten durch den Suezkanal dar: Fracht, die über den Schienenweg zum Distributionszentrum im Hafen von Koper geschickt wird, ist bis zu zehn Tage weniger unterwegs als Ware, die über die Seewege der nordeuropäischen Häfen geschickt wird. Der Hafenbetreiber plant eine Reihe neuer Anlagen sowie auch den Ausbau von Distributions- und  Logistikfunktionen, um seine Position als Ein- und Ausgangshafen für den europäischen Binnenmarkt zu stärken. 

 

Qualifiziertes Humankapital

Wenn man das Verhältnis von Kosten und Qualität von Investitionsstandorten analysiert, finden Firmenkunden in Slowenien einmalige Erfahrungen und Know-how im Bereich Transportdienstleistungen, Distribution und Lagerung, Einzelhandel sowie bei Dienstleistungen im Bereich angewandter Informationstechnologie.

 

 

Für Planungsprozesse, die Lagerung und Kontrolle des Warenflusses, Dienstleistungen und die damit verbundenen Informationen werden gut ausgebildete und hoch qualifizierte Arbeitskräfte gebraucht und Slowenien kann all das bieten. Slowenen sind hoch motiviert, das Beste für ihre Arbeitgeber zu tun, sie sind bereit, zu lernen, können sich anpassen und zeigen eine hohe Arbeitsmoral.

 

Die gute Kenntnis von mindestens einer Fremdsprache  ist ein wesentlicher Baustein für Erfolg am Arbeitsplatz. In Slowenien sprechen viele Menschen mehr als eine Fremdsprache. Italienisch und Ungarisch werden in ethnisch gemischten Gebieten gesprochen, während Englisch, Deutsch und Französisch auch weithin gesprochen werden. Die interkulturellen Kompetenzen sind hoch in Slowenien, sie sind von Nutzen, um flexibel und verständnisvoll mit Menschen aus anderen Kulturen zu kommunizieren  und auch Arbeitskräfte aus ausländischen Unternehmen werden schnell heimisch.

 

In dieser Branche gibt es fast 23.000 Beschäftigte in etwa 2.400 Unternehmen. Ungefähr 1.700 Studenten sind in Diplomstudiengängen für Transport und Logistikwesen eingeschrieben. Die Anzahl an Auszubildenden in Fachschulen für Transport und Logistik beträgt 1.500.

 

 

Geschätzte Brutto-Lohnkosten pro Jahr in der Logistik- und Distributionsbranche für 2012 (in €)

Quelle: Slowenischer Arbeitgeberverband und JAPTI, 2011