09.09.2011

Kernzahlen 2010

Anzahl der Unternehmen: 730

Mitarbeiterzahl: 26.000

Einkommen (in EUR): 4,7 Milliarden

Milliarden Export (in EUR): 3,4 Milliarden

Hauptexportmärkte: Albanien, Bosnien-Herzegowina, Deutschland, Kroatien, Irland, Italien, Makedonien, Montenegro, Österreich,Polen, Rumänien, Russische Föderation,Serbien, Slowakei, USA...

Quelle: AJPES, 2011  

 

Kernprodukte:

  • Chemische Grundstoffe
  • Pestizide und andere agrochemische Produkte
  • Beschichtungen, Farben, Lacke, Kitt, etc.
  • Medikamente, Seifen, Putzmittel, Düfte, etc.
  • Andere chemische Produkte
  • Künstliche Fasern
  • Kautschuk- und Kunststoffprodukte

Qualifiziertes Humankapital

Statistiken zeigen, dass Sloweniens Hersteller von Arzneimitteln und Chemikalien die Liste der erfolgreichsten Unternehmen des Landes anführen. Während das anfängliche Wachstum hauptsächlich auf der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen basierte, entwickelte sich später das Humankapital zum wichtigsten Erfolgselement der Pharma- und chemischen Industrie. 

 

Produktivität in der Industrie, 2010

BIP (PPP) pro Mitarbeiter (in €)

Quelle: IMD - World Competitiveness Yearbook, 2011

Innovationsgeist und clevere technische Lösungen sind die Qualitäten, die oft mit slowenischen Arbeitskräften in Verbindung gebracht werden. Es gibt in dieser Branche fast 26.000 Beschäftigte in über 700 Unternehmen. Da es ein wissensintensiver Sektor ist, muss das Bildungsniveau  im Sektor durchgehend hoch sein. Die 2.500 Auszubildende in Fachschulen für Chemie, Pharmazie und Biologie garantieren qualifizierte Kandidaten für eine Erstbeschäftigung. Die Statistiken, die die Immatrikulierung in Hochschul- und Universitätsausbildungsgänge illustrieren, sind ebenfalls sehr hoch: fast 10.500 Studenten sind in Diplomstudiengänge in Chemietechnologie, Biologie, Pharmazie, Gesundheitswesen und Veterinärmedizin eingeschrieben. Für andauernde Stärke und Erfolg in den Schlüsselmärkten ist die Beherrschung von Fremdsprachen unerlässlich. Internationalen Studien nach stehen die Slowenen dabei an der europäischen Spitze. Über 90% der Bevölkerung können in mindestens einer Weltsprache kommunizieren, wobei Englisch und Deutsch am weitesten verbreitet sind, über 70% der Bevölkerung kann in zwei oder mehr Weltsprachen kommunizieren.

 

Das Diplom und gute Fremdsprachenkenntnisse sind aber nicht das Ende der Geschichte. Die Weiterbildung der bereits Beschäftigten und die Anwerbung von Neuzugängen, die bereit sind, neue arbeitsbezogenen Qualifikationen für die Chemiebranche zu erwerben, hat eine Brücke zwischen den Universitäten und der Industrie geschaffen und dazu beigetragen, neue arbeitsbezogene Qualifikationen für den Chemiesektor zu entwickeln. Der Erfolg der führenden Unternehmen in diesem Industriezweig gründet sich teils auf bereits existierende gute Beispiele bei der Erstellung von maßgeschneiderten Aus- und Weiterbildungen, von Training und Entwicklung für die im Sektor beschäftigten Arbeiter. Eine Reihe von slowenischen Unternehmen hat dies bereits bewiesen.

 

Der Arzneimittelhersteller Krka mit einer Belegschaft von Weltklasse erhielt den Preis Goldene Gazelle 2010 als das am schnellsten wachsende Unternehmen in Slowenien. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich um mehr als 300 Personen, der Unternehmensprofit stieg an und es erhielt von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMEA) viele europäische Ermächtigungen zum Inverkehrbringen unter zentralisierten, dezentralisierten und gegenseitigen Anerkennungsverfahren.

 

Ausführlichere Informationen über Humankapital in englischer Sprache

 

Geschätzte Brutto-Lohnkosten pro Jahr in der Chemie- und Pharmabranche für 2012 (in €)

Quelle: Slowenischer Arbeitgeberverband und JAPTI, 2011

Qualitätsverbindung zu den Märkten der Region

Sloweniens Wirtschaftsprofil wird stark durch die turbulente Geschichte des Landes bestimmt. Sein reiches kulturelles Erbe wurde durch die Handelsrouten geformt, die den Handel zwischen Europa und Asien, sogar vor Ankunft der Slawen, ermöglichten.

 

Slowenien hat seit jeher auf Exporte gesetzt und seine chemische und Pharmaindustrie macht noch immer einen Großteil der Exportgüter des Landes aus, mit 72% auf ausländischen Märkten erzielten Verkäufen. Arzneimittel sind das Rückrad der Exporte der Chemieindustrie, Fahrzeugreifen und -schläuche stehen an zweiter Stelle gefolgt von Plastikerzeugnissen. Pharmazeutische und chemische Konsumgüter sowie Reifen aus Slowenien sind auf den Märkten der neuen EU-Mitgliedsstaaten, in Mittel- und Südosteuropa sowie in den GUS-Ländern sehr gut etabliert.

 

Hinsichtlich internationaler Aktivitäten, Leistung und Image sind die Unternehmen Krka und Lek die führenden Hersteller für generische Arzneimittel in Mittel- und Osteuropa (MOE) und der Antriebsmotor für das Wachstum im Sektor. Krka ist der drittgrößte Exporteur in Slowenien und der wichtigste Unternehmenssteuerzahler. Die von der Novartis Gruppe übernommene Firma Lek zeigt starke Präsenz in der MOE-Region. Beide Unternehmen sind echte transnationale Konzerne, haben in vielen Schlüsselmärkten eine sichere Stellung und führen Produktionsstätten sowohl in Slowenien wie auch im Ausland. Lek zum Beispiel, fertigt seine Produkte an vier verschiedenen Standorten in Slowenien sowie in Polen und in Rumänien. Krka führt neben seinen großen einheimischen Fabrikanlagen auch Produktionsstätten in Kroatien, Deutschland, Polen und Russland. Die Hersteller von chemischen Produkten arbeiten an der Expansion zu den aufstrebenden Märkten der MOE-Länder wie auch dem Kauf von Firmen auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien.

 

Dank seiner strategisch Position und den starken wirtschaftlichen und persönlichen Verbindungen mit den Unternehmen in der Region, ist Slowenien das Sprungbrett für ausländische Unternehmen geworden, die an den aufstrebenden Märkten der Region interessiert sind. Angezogen von den Fachkenntnissen der einheimischen Manager, des Vertriebspersonals und der Ingenieure sowie deren exzellenten Kenntnissen der regionalen Märkte verlagern viele internationale Unternehmen ihre regionalen Verwaltungssitze nach Slowenien. Die slowenischen Fachkräfte beherrschen die Sprache, sind mit der Gesetzgebung vertraut, besitzen Ortskenntnisse und, was wohl am wichtigsten ist, es gibt für sie keine kulturellen Barrieren.

 

Infos über Außenhandel Sloweniens (nur auf Englisch)

Infos über Slowenien und die EU (nur auf Englisch)

 

Mehrwert pro Mitarbeiter, 2010

Quelle: Bisnode, 2011

Qualitativ hochwertige Infrastruktur

Slowenien hat eine lange industrielle Tradition in der Verarbeitung von Grundchemikalien in einer Vielzahl von Produkten. Dieser Geschäftszweig erfordert komplexe Technologieverfahren und umfangreiche Investitionen, um mit den Wettbewerbern Schritt halten zu können. Flexibilität und die Fähigkeit, die Konsumenten in kürzester Zeit mit dem richtigen Produkt zu versorgen, sind die Qualitäten, die den Unterschied ausmachen. Anerkannte einheimische und ausländische Unternehmen im Chemiesektor haben sich auf die Produktion von Farben, Lacken, Belägen, synthetischen Fasern und anderen chemischen Erzeugnissen spezialisiert. Weithin bekannte Firmennamen sind Helios, Color, Jub, Cinkarna, Julon (Gruppo Bonazzi) und Henkel. Sava Tires, der einzige Reifenhersteller in Slowenien und im Alleineigentum der Goodyear Dunlop Tires Europe, wird von Fahrzeugfahrern in Mittel- und Südosteuropa wie auch weiter östlich hoch geschätzt.

 

Nach dem Umfang ihrer Geschäftstätigkeit und ihrem wirtschaftlichen Erfolg nach beurteilt, sind die Pharmaunternehmen zweifellos die Überflieger des Sektors. Die Unternehmen an der Spitze sind Lek (Sandoz Gruppe) und Krka mit einer gemeinsamen Beschäftigtenzahl von über 6.800 Mitarbeitern, sie genießen das Ansehen als führende Produzenten von generischen Arzneimitteln in der Region.

 

Der "Ease of Doing Business 2011" Bericht stellt Slowenien auf den Platz 42 von insgesamt 183 Volkswirtschaften (Bester Rang 1). Die Punkte grenzüberschreitender Handel und die Registrierung von Eigentum haben sich am meisten verbessert, die Hauptaspekte der wirtschaftlichen Bestimmungen blieben im Allgemeinen gut.

 

Führende slowenische und ausländische Unternehmen

  • Bayer  / Bayer Pharma Investments (Medikamente, Anästhetika, Hormone)
  • Belimed  / Belimed (Desinfektionswaschmaschinen, Sterilisatoren für medizinische, pharmazeutische und Laborbereich)
  • Belinka - Belles  (Holzschutzmittel und Dekorationsprodukte)
  • Belinka Perkemija  / Solvay (Peroxide Peroxidverbindungen)
  • Bia separations / Bia separations  
  • Cinkarna Celje  (Titaniumdioxid, Beschichtungen PTFE)
  • Ecolab  / Ecolab (Produkte für Reinigung und Desinfektion)
  • Etol  (Geschmackstoffe und ätherische Öle)
  • Goodyear Dunlop Sava Tires / Goodyear Dunlop Tires Europe (Reifen und Schläuche)
  • Helios  (Synthetische Kunststoffverhüllungen, Beschichtungen)
  • Henkel Slovenija  / Henkel (Kosmetik, Waschmittel, Desinfektionsmittel)
  • Istrabenz plini Societa' Italiana acetilene e derivati (Industriegase)
  • Jub  (Farben, Klebstoffe (Acryl))
  • Julon Aquafil (Polyamidfasern, Teppichgarn)
  • Krka  (Medikamente, Kosmetik)
  • Lek  / Sandoz (Novartis Pharma) (Aktive pharmazeutische Substanzen)
  • Melamin  (Synthetischer und chemische Produkte)
  • Messer Slovenija  / Messer Belgium (Herstellung der industrielle Gase)
  • Nafta Petrochem  (Methanol, Formaldehyd, Harnstoffharz für Holzverarbeitung)
  • TKI Hrastnik 
  • TKK Srpenica 
  • Veyance technologies Europe / Veyance technologies Luxemburg (Reifenprodukte) 

 

 

Fakultäten, Forschungseinrichtungen und -verbindungen

   

Infos über Transportinfrastruktur (nur auf Englisch) 

 

Infos über IKT Infastruktur (nur auf Englisch)

 

Infos über Universitäten und Forschungsinstitute (nur auf Englisch) 

 

Infos über Forschungs- und Entwicklungsstatistik (nur auf Englisch)

Fabrik von Lek in Lendava

Zitat

»Auf der anderen Seite des Atlantiks haben nur sehr wenige Menschen je von Slowenien gehört. Amerikanische Geschäftspartner betrachten bekanntheitsfördernde Maßnahmen als absolute Priorität, um Slowenien auf der Karte der Investoren zu platzieren. Der allgemeine Eindruck ist, dass die Lebensqualität hoch ist, die Menschen freundlich und gut ausgebildet sind. Das Land hat eine Vielzahl an Natursehenswürdigkeiten, die es wert sind, gesehen zu werden und vielfältige Möglichkeiten für Sport und Erholung. Obendrein ist die Küche großartig und der Wein ausgezeichnet.«

Richard A. Johnson, ehem. Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender Sava Tires

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