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letzte änderung: 29.01.2008
Branchen / Chemie und Pharmaindustrie





CHEMIE- UND PHARMAINDUSTRIE

Zahlen und Fakten in 2006

Anzahl der Unternehmen: 650
Mitarbeiterzahl: 26.687
Einkommen (in EUR): 4,35 Milliarden
Export (in EUR): 3,11 Milliarden
Hauptexportmärkte: Deutschland, Kroatien, Russland, Polen, Italien, Österreich, Bosnien & Herzegowina
Quelle: AJPES, 2007

Kernprodukte:
  • Chemische Grundstoffe

  • Pestizide und andere agrochemische Produkte

  • Beschichtungen, Farben, Lacke, Kitt, etc.

  • Medikamente, Seifen, Putzmittel, Düfte, etc.

  • Andere chemische Produkte

  • Künstliche Fasern

  • Kautschuk- und Kunststoffprodukte



  • Zitat

    »Auf der anderen Seite des Atlantiks haben nur sehr wenige Menschen je von Slowenien gehört. Amerikanische Geschäftspartner betrachten bekanntheitsfördernde Maßnahmen als absolute Priorität, um Slowenien auf der Karte der Investoren zu platzieren. Der allgemeine Eindruck ist, dass die Lebensqualität hoch ist, die Menschen freundlich und gut ausgebildet sind. Das Land hat eine Vielzahl an Natursehenswürdigkeiten, die es wert sind, gesehen zu werden und vielfältige Möglichkeiten für Sport und Erholung. Obendrein ist die Küche großartig und der Wein ausgezeichnet.«
    Richard A. Johnson, Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender
    Sava Tires
    Goodyear


    Qualifiziertes Humankapital

    Hersteller von Pharmazeutika und chemischen Produkten führen die Liste der erfolgreichsten slowenischen Unternehmen an. Mit der nutzung von natürlichen Rohstoffen wurde der Grundstein  für diese Branche gelegt. Heute sind die Mitarbeiter der bedeutendste Faktor des Erfolgs der pharmazeutischen und chemischen Industrie in Slowenien.


    Produktivität in Industrieunternehmen, 2006
    BIP (PPP) pro Industriemitarbeiter (in EUR)


    Quelle: IMD - World Competitiveness Yearbook, 2007
    Quelle: IMD - World Competitiveness Yearbook, 2007


    Innovativer Geist und Ideen für intelligente technische Lösungen sind die wichtigsten Kompetenzen, über die slowenische Arbeitskräfte verfügen. In dieser Branche sind über 26.000 Mitarbeiter in über 640 Unternehmen beschäftigt. Mehr als 8.000 Studenten sind an Fakultäten für Chemie, Chemische Verfahrenstechnik, Pharmazie, Medizin und Veterinärwissenschaften eingeschrieben. Die Zahl der Auszubildenden an Berufsschulen mit dem Schwerpunkt auf für Chemie, Pharmazie und Kautschukverarbeitung beträgt 7.900.


    Geschätzte Brutto-Lohnkosten pro Jahr in der Chemie- und Pharmabranche für 2008 (in EUR)

    Quelle: Adecco & JAPTI, 2008
    Quelle: Adecco & JAPTI, 2008


    Für einen kontinuierlichen Erfolg in relevanten Exportmärkten sind Fremdsprachenkenntnisse von großer Bedeutung. Wie internationale Studien belegen, befinden sich die Slowenen in Bezug auf Fremdsprachenkenntnisse an der europäischen Spitze. 71% der Bevölkerung können sich in wenigstens einer Weltsprache verständigen, in erster Linie Englisch, gefolgt von Deutsch und Italienisch.


    Qualifizierte Wirtschaftsverbindungen insbesondere mit SO Europa

    Durch die zentrale geopolitische Lage an der Kreuzung von Handels- und Transportrouten genießt Slowenien einen kaum zu überbietenden Standortvorteil. Die Lage beeinflusst zudem stark das historische, kulturelle und wirtschaftliche profil Sloweniens – die Kernelemente der nationalen Wirtschaft.

    Slowenien ist ein exportorientiertes Land. Die chemische und pharmazeutische Industrie trägt beachtlich zu Sloweniens Exportquote bei, da 66% der Umsätze im Ausland generiert werden. Pharmazeutika sind das Rückgrat des Exportmixes dieser Industrie; Reifen für Fahrzeuge kommen an zweiter Stelle gefolgt von Kunststoffen. Diese sind sehr gefragt in den neuen EU Mitgliedsstaaten, in Südosteuropa und in den GUS Ländern.

    Hinsichtlich Internationalität, Leistung und Bekanntheit stehen zwei Pharmaunternehmen an vorderster Front: Lek von der Novartis Gruppe und Krka. Beide Unternehmen sind wahre transnationale Unternehmen und in vielen Kernmärkten erfolgreich vertreten. Lek produziert seine Produkte an vier verschiedenen Standorten in Slowenien, Polen und Rumänien. Auch Krka produziert über die Landesgrenzen hinaus in Kroatien, Polen und Russland. Slowenische Chemieunternehmen expandieren in Wachstumsmärkten in Mittelosteuropa und erwerben Unternehmen auf dem Gebiet des früheren Jugoslawiens.

    Dank der geographischen Lage und der jahrzehntelangen Pflege der wirtschaftlichen Kontakte zu seinen Nachbarn, hat Slowenien eine hervorragende Ausgangsposition, um diese Märkte zu bedienen. Die Zahl der internationalen Unternehmen, die Sloweniens zentrale Lage als Sprungbrett für Exporte in angrenzende Länder nutzen, nimmt weiterhin zu aufgrund der Kompetenz und der detaillierten Marktkenntnisse der slowenischen Manager, des Vertriebsmitarbeiter sowie der Außendienstingenieure. Diese beherrschen die jeweiligen Sprachen, sind vertraut mit den lokalen Gesetzgebungen, kennen die nationalen Gepflogenheiten, und was am wichtigsten ist: es gibt für sie keine interkulturellen Hindernisse.


    Qualitativ hochwertige Infrastruktur

    Slowenien liegt an der Kreuzung des 5. und 10. paneuropäischen Transportkorridors für Strassen- und Schienenverkehr. Die Transport- und IT-Infrastruktur ist sehr stark ausgeprägt. Für Frachtgut aus Asien mit der Destination zentraleuropäische Länder ohne Seezugang stellt der Hafen von Koper die kürzeste maritime Verbindung dar.

    Slowenien verfügt über langjährige industrielle Erfahrung in der Verarbeitung von chemischen Grundstoffen. Dieser Geschäftszweig erfordert komplexe Verarbeitungstechnologien und substantielle Investitionen um weiterhin mit der Konkurrenz mithalten zu können. Flexibilität und die Fähigkeit, Kunden kurzfristig mit den richtigen Produkten zu beliefern sind die Eigenschaften, die den Unterschied ausmachen. Namhafte lokale und ausländische Unternehmen in der Chemiebranche sind spezialisiert auf die Produktion von Farben, Lacken, Beschichtungen, synthetischen Fasern und anderen chemischen Produkten. Bekannte Markennamen sind Helios, Color, Jub, Cinkarna, Julon (Gruppo Bonazzi) und Henkel. Sava Tires ist der einzige Reifenhersteller in Slowenien und befindet sich im Besitz der Goodyear Tire & Rubber Company.


    Mehrwert pro Mitarbeiter, 2006
    Quelle: AJPES, 2007
    Quelle: AJPES, 2007


    Bezogen auf den Umfang der Geschäftsbereiche und den wirtschaftlichen Erfolg gehören Pharma-Unternehmen zu den Kronjuwelen in dieser Branche. Die erfolgreichsten Unternehmen sind Lek (Sandoz Group) und Krka. Sie vereinen 5.000 Mitarbeiter und genießen den Ruf, in der Region die führenden Hersteller von Generika zu sein.


    Führende slowenische und ausländische Unternehmen

  • Bayer Pharma d.o.o. / Bayer AG (Medikamente, Anästhetika, Hormone)
  •    
  • Belinka Perkemija d.o.o. / Solvay (Peroxide Peroxidverbindungen, Holzschutzmittel)

  • Cinkarna Celje d.d. (Titaniumdioxid, Beschichtungen PTFE)
  • Color d.d. (Zudeckende Anstrichfarben, Lacke und gleiche Anstriche)
  • Donit Tesnit d.d. (Synthetische Fasern)

  • Helios - Tovarna barv, lakov in umetnih smol Količevo d.o.o. / PPG (Synthetische Kunststoffverhüllungen, Beschichtungen)

  • Henkel Slovenija d.o.o. / Henkel (Kosmetik, Waschmittel, Desinfektionsmittel)
  • Jub d.d. (Farben, Klebstoffe (Acryl))

  • Julon d.d. / Gruppo Bonazzi (Polyamidfasern, Teppichgarn)
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  • Juteks d.d. (Bodenbeläge)

  • Kemiplas d.o.o. / Kemokomplex (Maleinsäure- und Phthalsäureanhydride für Weichmacher)

  • Krka d.d. (Medikamente, Kosmetik)

  • Lek d.d. / Sandoz (Novartis Pharma) (Aktive pharmazeutische Substanzen)
  • Messer Slovenija d.o.o. / Messer Belgium (Herstellung der industrielle Gase)

  • Nafta Lendava d.o.o.(Methanol, Formaldehyd, Harnstoffharz für Holzverarbeitung)
  • Sava Tires d.o.o. / Goodyear Dunlop Tires Europe (Reifen und Schläuche)

  • TKl Hrastnik d.d. (Natronlaugen, Bleichlauge für Reinigungsmittel, Phosphate)



  • Fakultäten, Forschungseinrichtungen und -verbindungen

  • Universität von Ljubljana, Fakultät für Pharmazie

  • Universität von Ljubljana, Fakultät für Chemie und Chemische Verfahrenstechnik

  • Universität von Maribor, Fakultät für Chemie und Chemische Verfahrenstechnik
  • Nationales Chemicaliensbüro
  • Chemisches Institut Sloweniens

  • Slowenische Industrie- und Handelskammer - Verband der Chemieindustrie, E-mail: janez.furlan@gzs.si
  •  


    JAPTI - Public Agency of the Republic of Slovenia for Entrepreneurship and Foreign Investments disclamer